Warum ist das Monitoring eines Onlineshops wichtig?
Ein Onlineshop sollte rund um die Uhr funktionieren. Kunden können ihn morgens, abends, am Wochenende oder mitten in der Nacht besuchen. Ein Problem mit der Website kann jederzeit auftreten, auch dann, wenn gerade niemand aus dem Team sie überprüft.
Wichtig ist außerdem, dass nicht jeder Ausfall bedeutet, dass der gesamte Shop nicht mehr erreichbar ist. Manchmal reagiert die Website nicht mehr korrekt, das SSL-Zertifikat läuft ab oder die Performance des Shops verschlechtert sich deutlich. Wenn niemand diese Bereiche überwacht, wird das Problem möglicherweise erst bemerkt, wenn ein Kunde darauf hinweist.
Das Monitoring eines Onlineshops ermöglicht es, seine Verfügbarkeit und wichtige Betriebsparameter regelmäßig zu überprüfen. So können Sie schneller von einem Problem erfahren und mit der Diagnose beginnen.
Ein Onlineshop kann ausfallen, bevor es jemand bemerkt
Wenn ein Onlineshop für mehrere Minuten oder länger nicht erreichbar ist, können potenzielle Kunden weder das Angebot nutzen noch Bestellungen aufgeben. Je länger das Problem anhält, desto größer können die Auswirkungen sein.
Ohne automatisches Monitoring wird ein Ausfall häufig erst dann bemerkt, wenn jemand zufällig die nicht funktionierende Website aufruft. Das kann der Shopbetreiber, ein Mitarbeiter oder ein Kunde sein.
Durch regelmäßige automatische Verfügbarkeitsprüfungen lässt sich ein solches Problem deutlich früher erkennen. Sie müssen nicht darauf warten, dass jemand die Website manuell besucht und feststellt, dass etwas nicht stimmt.
Die Grundlage ist die Überwachung der Verfügbarkeit
Der wichtigste Bestandteil eines grundlegenden Monitorings ist die Prüfung, ob der Onlineshop korrekt erreichbar ist.
In der Praxis bedeutet das, regelmäßig eine Anfrage an die überwachte Website zu senden und die Antwort des Servers zu prüfen. Antwortet die Website nicht oder liefert sie nicht den erwarteten HTTP-Statuscode 200, kann dies auf ein Problem hinweisen, das überprüft werden sollte.
Die Ursache kann unterschiedlich sein. Das Problem kann den Server, die Konfiguration, die Anwendung, die Datenbank oder einen der externen Dienste betreffen, die der Shop verwendet.
Ein grundlegendes Verfügbarkeitsmonitoring muss nicht sofort die genaue Ursache ermitteln. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, eine einfache Frage zu beantworten: Ist der Onlineshop erreichbar und antwortet er korrekt?
Warum reicht eine manuelle Überprüfung des Shops nicht aus?
Wenn Sie den Onlineshop einmal täglich überprüfen, erhalten Sie lediglich Informationen über seinen Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt. Funktioniert die Website um 9:00 Uhr, bedeutet das nicht, dass sie auch einige Stunden später noch funktioniert.
Ein Ausfall kann zwischen zwei manuellen Kontrollen auftreten. Er kann außerdem außerhalb der Arbeitszeiten entstehen, beispielsweise nachts oder am Wochenende.
Das Verfügbarkeitsmonitoring einer Website funktioniert unabhängig davon, ob gerade jemand am Shop arbeitet. Automatische Prüfungen werden regelmäßig durchgeführt, sodass ein Problem ohne menschliches Eingreifen erkannt werden kann.
Auch das SSL-Zertifikat sollte überwacht werden
Ein Onlineshop kann grundsätzlich funktionieren und gleichzeitig ein Problem mit seinem SSL-Zertifikat haben.
Ein Zertifikat hat eine bestimmte Gültigkeitsdauer. Läuft es ab, kann der Browser dem Benutzer eine Sicherheitswarnung anzeigen. Bei einem Onlineshop kann das erhebliche Auswirkungen haben. Ein Kunde, der eine Warnung über ein Sicherheitsproblem sieht, verlässt die Website möglicherweise einfach wieder.
Deshalb ist SSL-Monitoring eine wichtige Ergänzung zum Verfügbarkeitsmonitoring. Es sollte nicht nur geprüft werden, ob das Zertifikat aktuell gültig ist, sondern auch, wann es abläuft.
Eine frühzeitige Warnung gibt Ihnen genügend Zeit, das Zertifikat zu erneuern und eine unnötige Unterbrechung des Shopbetriebs zu vermeiden.
Ein Onlineshop kann erreichbar sein und trotzdem immer langsamer werden
Die Verfügbarkeit einer Website ist nicht alles. Ein Onlineshop kann einen korrekten HTTP-Statuscode 200 zurückgeben und gleichzeitig deutlich langsamer funktionieren als zuvor.
Die Performance einer Website ist für Benutzer wichtig. Lange Ladezeiten können die Nutzung des Shops erschweren und das Risiko erhöhen, dass Besucher den Einkauf oder die weitere Suche nach Produkten abbrechen.
Deshalb lohnt es sich, auch die Google-PageSpeed-Ergebnisse zu beobachten. Regelmäßige Messungen zeigen, ob die Performance der Website auf einem ähnlichen Niveau bleibt oder sich allmählich verschlechtert.
Ein Rückgang der Werte kann unterschiedliche Ursachen haben. Dazu gehören unter anderem Änderungen am Code, zusätzliche Skripte, Updates von Shop-Komponenten oder Änderungen an der Serverkonfiguration.
Monitoring ist nach Deployments besonders hilfreich
Jede Änderung an einem Onlineshop kann sich auf seinen Betrieb auswirken. Das gilt unter anderem für Updates des CMS, von Modulen, Themes und Bibliotheken sowie für Änderungen an der Serverkonfiguration.
Nicht jedes Problem ist sofort sichtbar. Manchmal funktioniert der Shop unmittelbar nach einem Deployment korrekt und das Problem tritt erst später auf.
Monitoring bietet nach Änderungen eine zusätzliche Kontrollinstanz. Wenn der Shop nicht mehr korrekt antwortet, kann das System dies bei der nächsten Prüfung erkennen und eine entsprechende Benachrichtigung senden.
Das ist besonders bei Onlineshops wichtig, die regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt werden.
Verfügbarkeitsmonitoring und Monitoring von Anwendungsfehlern
Es ist wichtig, zwischen Verfügbarkeitsmonitoring und der Überwachung von Fehlern innerhalb der Anwendung zu unterscheiden.
Verfügbarkeitsmonitoring überprüft den Onlineshop von außen. Es kontrolliert unter anderem, ob die Website erreichbar ist und den erwarteten HTTP-Statuscode zurückgibt. Zusätzlich können das SSL-Zertifikat und die Performance der Website überwacht werden.
Das Monitoring von Anwendungsfehlern arbeitet auf einer anderen Ebene. Es kann Ausnahmen, PHP-Fehler, JavaScript-Fehler oder Informationen aus den Anwendungslogs erfassen. Dafür ist eine zusätzliche Integration mit dem Shop erforderlich, beispielsweise ein Modul, das Informationen über auftretende Fehler an das Monitoring übermittelt.
Diese Unterscheidung ist wichtig, da ein Onlineshop den HTTP-Statuscode 200 zurückgeben kann, obwohl innerhalb der Anwendung ein Fehler bei einer bestimmten Funktion auftritt.
Beide Arten des Monitorings können sich ergänzen. Das Verfügbarkeitsmonitoring zeigt, ob der Shop erreichbar ist und korrekt antwortet. Das Monitoring von Anwendungsfehlern liefert dagegen detailliertere Informationen darüber, was innerhalb des Systems passiert.
Entscheidend ist, schnell über ein Problem informiert zu werden
Die Website lediglich zu überprüfen, löst noch kein Problem. Wichtig ist auch, dass die Information über einen Ausfall die Person erreicht, die sich darum kümmern kann.
Wenn der Onlineshop nicht mehr antwortet, ermöglicht eine entsprechende Benachrichtigung, schneller mit der Überprüfung des Servers, der Anwendung oder der Infrastruktur zu beginnen.
In der Praxis gilt eine einfache Regel: Je früher ein Problem erkannt wird, desto schneller kann mit seiner Behebung begonnen werden.
Monitoring ersetzt nicht die regelmäßige Wartung des Onlineshops
Monitoring verhindert nicht jeden Ausfall. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, ein Problem zu erkennen und die zuständige Person darüber zu informieren.
Es ersetzt auch keine Software-Updates, Log-Analysen, Tests oder regelmäßigen Maßnahmen zur Verbesserung von Sicherheit und Performance. Es ist jedoch eine einfache zusätzliche Kontrollinstanz, die rund um die Uhr arbeitet.
Bei einem Onlineshop ist das besonders wichtig, da seine Funktionsfähigkeit direkten Einfluss darauf hat, ob Kunden Bestellungen aufgeben können.
Was sollte bei einem Onlineshop überwacht werden?
Ein grundlegendes Monitoring eines Onlineshops kann mehrere zentrale Bereiche umfassen:
- Verfügbarkeit des Shops, also die Prüfung, ob die Website erreichbar ist und den erwarteten HTTP-Statuscode zurückgibt,
- SSL-Zertifikat, also dessen Gültigkeit und Ablaufdatum,
- Performance der Website, also die regelmäßige Überprüfung der Google-PageSpeed-Ergebnisse,
- Betriebsstabilität, also die Beobachtung, ob Probleme mit der Verfügbarkeit wiederholt auftreten.
Das sind grundlegende Mechanismen, mit denen sich die wichtigsten Aspekte des Shopbetriebs automatisch kontrollieren lassen, ohne die Website ständig manuell überprüfen zu müssen.
Warum lohnt es sich, einen Onlineshop zu überwachen?
Ein Onlineshop kann viele Tage lang problemlos funktionieren und dann im ungünstigsten Moment plötzlich nicht mehr erreichbar sein. Ebenso können Probleme mit dem SSL-Zertifikat oder eine schrittweise Verschlechterung der Performance auftreten.
Ohne Monitoring erfahren Sie möglicherweise erst durch einen Kunden von einem solchen Problem. Mit automatischem Monitoring können Sie deutlich früher informiert werden.
Das Monitoring eines Onlineshops ermöglicht eine kontinuierliche Kontrolle seiner grundlegenden Funktionsfähigkeit, auch wenn ihn gerade niemand manuell überprüft. Dadurch können Probleme schneller erkannt, diagnostiziert und behoben werden.